| Augenmedizin -
Der Sehsinn ist bedeutend und der Verlust durch eine Erkrankung oder einen Unfall dramatisch für die Betroffenen. Die gesamte Welt, in der sich ein Mensch bewegt, nimmt er vor allem optisch war und auch wenn die anderen Sinne zu einem guten Teil das Augenlicht ersetzen können, ändert sich doch die Wahrnehmung in einem solchen Fall elementar.
Betrachtet man die kulturelle Entwicklung des Abendlandes, so ist sie von Beginn an sehr starkt mit der Fähigkeit des Sehens verbunden. Dazu muss man nur einen Blick in die Geschichte der Kunst und ihrer Vorläufer werfen. Bereits in der Antike war das Bild ein wichtiger Bestandteil der Alltagskultur, z.B. in Kaiserporträts des römischen Reiches, die es jedermann ermöglichte, auch ohne tatsächliche Anwesenheit der Person sich einen Eindruck von der Person, die über ihn herrschte, zu machen. Auch das Christentum hat schließlich nicht auf Bilder verzichtet und maßgeblich dazu beigetragen, dass in Museen und Kirchen zahlreiche Kunstwerke zu finden sind. Bilder haben eine andere, viel direktere Wirkung als es ein Text haben kann. Auch deswegen gibt es das Fernsehen und die immer wieder thematisierte "Bilderflut" in der Neuzeit.
Damit man ungetrübt teilhaben kann an dieser Welt der Bilder, benötigt man gute Augen. Um diese zu erhalten gibt es Augenärzte, die mit einem Sehtest festellen können, ob die Sehkraft in Ordnung ist oder einer Korrektur bedarf. Als Sehhilfen stehen traditionell Brillen, die es schon seit dem 13. Jahrhundert gibt, und Kontaktlinsen zur Verfügung. Doch dank moderner Operationsverfahren können Sehschwächen mittlerweile direkt am Auge korrigiert werden. Methoden wie Lasek und Femto-Lasik benutzen einen Läser, um direkt an der Hornhaut eine Korrektur vorzunehmen, die dann auch dauerhaft erhalten bleibt und eine Brille in der Regel überflüssig macht.
Doch ein Augenarzt hat mehr Aufgaben als Patienten mit Sehschwächen zu helfen. Es gibt viele Augenkrankheiten, die eine Verminderung des Sehvermögens zur Folge haben und rechtzeitig behandelt werden müssen. Sehr verbreitet sind z.B. Grüner Star und Grauer Star, die bei Nichtbehandlung Folgen bis zur Erblindung haben können. Aber auch vermeintlich leichtere Erkrankungen wie eine Bindehautentzündung müssen behandelt werden, um unerwünschte Probleme zu vermeiden. Die meisten Schädigungen, die von Augenkrankheiten verursacht werden, sind irreversibel. Deswegen sollte man sich rechtzeitig und vor allem regelmäßig untersuchen lassen, um so die Sehkraft möglichst lange zu erhalten. |